
ÜBER MICH
Bezirksrätin I Kulturmanagerin I Feministin
WAS MICH ANTREIBT
Politik machen bedeutet für mich, sich in Debatten einzumischen, sie mitzugestalten und mitzubestimmen. Denn unser Land und unsere Kommunen stehen vor tiefgreifenden Veränderungen, damit wir hier auch in Zukunft gut und gern leben können. Der Austausch mit der Zivilgesellschaft, der Dialog mit den Menschen – online wie offline – sind ein wichtiger Teil meiner politischen Arbeit. Denn es ist die Aufgabe unserer Mandatsträger*innen, verschiedene Perspektiven zusammenzuführen. Mir ist es wichtig, dass Debatten sachlich geführt werden – ich will Menschen für unsere Positionen gewinnen, nicht sie belehren oder abwerten. So entsteht das gegenseitige Verständnis, das unsere demokratische Gesellschaft zusammenhält.
Bei den Grünen bin ich, weil Nachhaltigkeit auf allen Ebenen für mich die Grundlage politischen Handelns ist – und wir sind die Partei, die dieses Verständnis verinnerlicht hat, ohne dabei ideologisch zu werden. Genauso wichtig ist mir, dass wir uns als Partei wandeln und weiterentwickeln können, wenn sich die Welt verändert: Das zeigt sich daran, wie wir die Klimakrise von einem Nischenthema zum gesellschaftlichen Konsens gemacht haben, aber auch daran, wie wir unser Verständnis von Verteidigung und Sicherheit angesichts des Angriffskriegs auf die Ukraine neu bewertet und diskutiert haben. Diese Fähigkeit, uns weiterzuentwickeln, ohne unsere Grundwerte zu verlieren, macht für mich verantwortungsvolles politisches Handeln erst möglich.
Die größte Gefahr für unsere freiheitliche und liberale Gesellschaft ist in meinen Augen die Polarisierung der politischen Debatte und der damit einhergehende Rechtsruck. Diese Entwicklung macht deutlich, dass Demokratie nicht nur von Wahlen lebt, sondern davon, dass Menschen tatsächlich teilhaben können und sich im politischen und gesellschaftlichen Diskurs wiederfinden – kulturell genauso wie wirtschaftlich. Dazu will ich mit meiner politischen Arbeit und mit meinen Schwerpunktthemen, Wohnungs- und Kulturpolitik, einen Beitrag leisten.
Um bezahlbaren Wohnraum langfristig zu sichern, gibt es eine lange Liste an kleinen Stellschrauben, die Länder, Kommunen oder der Bund drehen können: Förderung von Sozialwohnungsbau, Umnutzungsförderung, Mietpreisbremsen und Unterstützung von Genossenschaften und vieles mehr. All diese Instrumente sind in meinen Augen wichtig, doch einer der größten Hebel, wenn es um bezahlbaren Wohnraum geht, sind die derzeitigen Bodenpreise, die massive Auswirkungen auf Kauf- und Mietpreise haben, sowohl bei Neubau wie auch im Bestand. Deshalb fokussiere ich mich auf eine aktive Bodenpolitik, um die öffentliche Hand wieder zum echten Player zu machen. Natürlich müssen auch ökologische Aspekte beim Thema Wohnen mitgedacht werden, denn wer beim Bauen und Sanieren an der Ökologie spart, zahlt morgen doppelt: in der Nebenkostenabrechnung.
In der Kulturpolitik geht es mir darum, den Kulturbegriff weiter zu fassen, als er heute oft verstanden wird: Menschen und Gruppen, die bisher wenig sichtbar sind, müssen ganz selbstverständlich Teil unserer kulturellen Infrastruktur werden. Wenn das heißt, die Verteilung von Mitteln und Ressourcen auf den Prüfstand zu stellen, dann ist das Arbeit, die sich in meinen Augen lohnt, um unser kulturelles Kapital langfristig auf solide Füße zu stellen, mit breitem Rückhalt aus der Bevölkerung. Kultur ist für mich nicht nur Auftrag, sondern auch Unterhaltung, Zerstreuung und Inspiration – die Formen, in denen wir erzählen, ausdrücken und Emotionen teilen, machen uns als Gesellschaft aus, und Politik darf das ruhig auch als das begreifen, was es ist: bereichernd.
MEINE WURZELN
Als echtes Münchner Kindl bin ich im Süden unserer Stadt aufgewachsen und habe nicht erst durch mein Studium im Norden gelernt, warum München mit seinen Kinos, Theatern und Kneipen, der wunderschönen renaturierten Isar, den umliegenden Badeseen und der Nähe zu den Bergen so lebenswert ist. Meine Liebe zur Natur wurde stark durch mein Elternhaus geprägt: Dort war es normal, regional und wenn möglich Bio einzukaufen, Müll zu vermeiden und auch bei nicht grandiosem Wetter mit dem Fahrrad zu fahren. Die Sommer meiner Kindheit habe ich dank der Diplomarbeit meiner Eltern in den oberbayerischen Mooren verbracht. Meine Faszination für unsere Natur und Umwelt und der unbedingte Wunsch, diese zu schützen, entspringt dieser Zeit.
Doch auch Film und Musik haben mich früh begeistert und meinen Berufsweg geprägt: Als Kulturmanagerin war ich lange in der freien Theaterszene unterwegs und habe für verschiedene internationale Filmfestivals gearbeitet, bis ich 2021 als Referentin für Kultur und Medien der Grünen Landtagsfraktion meine beiden Leidenschaften – Kultur und Politik – auch beruflich vereinen konnte.
Im Herbst 2025 wurde mein privates Leben durch die Geburt meiner Tochter bereichert. Seitdem erlebe ich tagtäglich die Herausforderungen, die die Vereinbarkeit von politischem Engagement, Job und Sorgearbeit mit sich bringt. Dabei bin ich dankbar dafür, dass unsere Partei mir hier so viele Role Models an die Hand gibt – das gibt Kraft und Mut, und beides ist für das oftmals raue politische Geschäft ein echtes Pfund.





KURZ & KNAPP
08. Dezember 1990
Kultur- und Medienmanagerin
Bezirksrätin & stellvertretende Fraktionsvorsitzenden im Bezirkstag Oberbayern
eifrige Tomatengärtnerin
passionierte Läuferin & gerne in den Bergen unterwegs
Mutter einer 2025 geborenen Tochter